men at work

 

Am späten Mittwochabend war es soweit: der Kran an der Mühlstraße sollte abgebaut werden. Da ich mit der Kamera seit April zwar viel ausprobiert habe, aber noch nie Nachtaufnahmen damit gemacht habe, wollte ich hin und ein bißchen rumprobieren. Einfach mal schauen was geht und was nicht geht. Die ISO nach oben schrauben und gucken, wie stark das Rauschen wird usw. Das Stativ habe ich extra daheim gelassen, erstens weil ich gerne die Position wechsle, viel in die Knie gehe beim Fotografieren und weil ich draußen nicht gerne mit dem Ding rumhantiere, wenn viele Leute rumlaufen. Das konnte natürlich der Typ nicht wissen, der irgendwann oben am Pfleghof aufschlug, mit Stativ, riesiger Tasche, Stabtaschenlampe, einer Canon und der damit wohl unvermeidlich einhergehenden Streulichtblende, für diesen Anlass die extra große! Soll er machen, soll er den Bauzaun verbiegen, damit dieses Teil durch passt, soll er schwer an seiner Ausrüstung tragen. Was er aber nicht soll: mich mit den Worten anquatschen: „das wird so eh nix, wollen Sie ein Stativ?“ – ??? Meine Antworten: „Doch“ und „Ich habe Stative“. Das unterband weitere Kommunikation.  Meine Herren, speziell die Canon-durch-die-Gegend-schlenkernde-Herren: das ist kein guter Einstieg in eine Unterhaltung! Sie wissen nicht, mit was ich fotografiere, warum ich fotografiere und was ich an diesem Tag erreichen will, da ist der Satz: „das wird so eh nix“ etwas anmaßend – meinen Sie nicht? Oder wollten Sie sich gar nicht unterhalten, sondern nur einmal mehr den Erklärbären geben? Sei’s drum, ich habe mich nur vier Minuten darüber aufgeregt, ich hoffe, daß ich das in Zukunft auf eine Minute reduzieren kann. Danach konnte ich mich wieder an den großen Maschinen erfreuen und das tun, wofür ich hergekommen bin: ausprobieren. Und das ist natürlich alles ausbaufähig, werde ich tun, wenn mich die Nachtfotografie mehr interessiert.

 

Witzig anzusehen war auch, daß mindestens zwei Busse beinahe in die abgesperrte Straße gefahren wären und auf kleinstem Raum wenden mußten:

 

gewandert…

…und zwar „Premium“: habe mit meinen schrecklich durchtrainierten Eltern den neuen „Premiumwanderweg“ Dreifürstensteig in Mössingen erwandert. Sagen wir mal so: die erste Hälfte ist aufgrund des Aufstiegs zum Dreifürstenstein nicht ohne, die zweite Hälfte ist leichtes Gehen. Schön wäre, wenn man an der Strecke entlang des Traufs wenigstens ein, zwei Stellen etwas ausgelichtet hätte, so daß man auch den Ausblick genießen kann. Vielleicht kommt das ja noch. Ansonsten: vorbei an herrlichen Silberdisteln, dem Bergrutsch und einer neu aufgestellten „Panoramaschaukel“, die mich sehr begeistert hat.

 

kühl und weiß

Die Suche nach etwas Kühlem bei der Hitze am Montag brachte mich zu dieser Cosmea. Aber auch das Fotografieren drinnen, hinter dem Vorhang war schweißtreibend – nicht mein Wetter.

 

Beuren

Es gibt wenige Orte, wo ich immer wieder gerne bin, wo ich gerne wohnen würde. Ich oute mich: ich würde gerne im Museum wohnen, im Freilichtmuseum Beuren. Oft sind wir dort, jedes Jahr, seit dem ich den Liebsten an meiner Seite habe, fahren wir zum Oldtimertreffen hin, so auch heute. Der Liebste freut sich, weil es raucht, dampft, knattert, tuckert, faucht und fährt und ich erfreue mich an den Farben, den Menschen und ja, durchaus auch an dem einen oder anderen alten Stück.

Um manche Fahrzeuge scharen sich die Leute, andere warten noch auf den Auftritt:

 

Feuerwehrrot:

Pink:

Gelb:

Und hier die Frage: Farbe oder besser doch nicht?

 

Mein Lieblingshaus im „Dorf“:

 

Und mein alter Kumpel kam auch auf einen Schwatz herbei:

Farben des Sommers

Wenn die Mauern leuchten -Summer in the City.

 

Und heute im Botanischen Garten nicht nur Farbenpracht, sondern auch mehrere Ringelnattern im Froschteich.

 

Die eine Natter versuchte zwar, sich von hinten an den Frosch „anzuschleichen“, aber wenigstens in meiner Anwesenheit kam es zu keinen Übergriffen.

Ansonsten Farbenpracht bei strahlend blauem Himmel: