Frühlingserwachen

Angesichts der Tatsache, daß demnächst mein erster Foto-Kurs mit obigem Titel stattfinden wird, bin ich raus, um sehen, was alles schon blüht. Weil der Winter so mild war, ist die Natur schon weit, ich befürchte fast, daß am Kurstermin die eigentlichen Frühblüher schon ihren Zenit überschritten haben…

   

   

men at work

 

Am späten Mittwochabend war es soweit: der Kran an der Mühlstraße sollte abgebaut werden. Da ich mit der Kamera seit April zwar viel ausprobiert habe, aber noch nie Nachtaufnahmen damit gemacht habe, wollte ich hin und ein bißchen rumprobieren. Einfach mal schauen was geht und was nicht geht. Die ISO nach oben schrauben und gucken, wie stark das Rauschen wird usw. Das Stativ habe ich extra daheim gelassen, erstens weil ich gerne die Position wechsle, viel in die Knie gehe beim Fotografieren und weil ich draußen nicht gerne mit dem Ding rumhantiere, wenn viele Leute rumlaufen. Das konnte natürlich der Typ nicht wissen, der irgendwann oben am Pfleghof aufschlug, mit Stativ, riesiger Tasche, Stabtaschenlampe, einer Canon und der damit wohl unvermeidlich einhergehenden Streulichtblende, für diesen Anlass die extra große! Soll er machen, soll er den Bauzaun verbiegen, damit dieses Teil durch passt, soll er schwer an seiner Ausrüstung tragen. Was er aber nicht soll: mich mit den Worten anquatschen: „das wird so eh nix, wollen Sie ein Stativ?“ – ??? Meine Antworten: „Doch“ und „Ich habe Stative“. Das unterband weitere Kommunikation.  Meine Herren, speziell die Canon-durch-die-Gegend-schlenkernde-Herren: das ist kein guter Einstieg in eine Unterhaltung! Sie wissen nicht, mit was ich fotografiere, warum ich fotografiere und was ich an diesem Tag erreichen will, da ist der Satz: „das wird so eh nix“ etwas anmaßend – meinen Sie nicht? Oder wollten Sie sich gar nicht unterhalten, sondern nur einmal mehr den Erklärbären geben? Sei’s drum, ich habe mich nur vier Minuten darüber aufgeregt, ich hoffe, daß ich das in Zukunft auf eine Minute reduzieren kann. Danach konnte ich mich wieder an den großen Maschinen erfreuen und das tun, wofür ich hergekommen bin: ausprobieren. Und das ist natürlich alles ausbaufähig, werde ich tun, wenn mich die Nachtfotografie mehr interessiert.

 

Witzig anzusehen war auch, daß mindestens zwei Busse beinahe in die abgesperrte Straße gefahren wären und auf kleinstem Raum wenden mußten:

 

Nachdem es heute morgen noch geregnet hat, wurde es im Laufe des Nachmittags so ein Tag wie ihn man selten hat: so klare Luft, so schöne Farben, Sonnenschein und kräftiger Wind – herrlich! Noch etwas unentschlossen wo, aber fest entschlossen ein paar Schritte zu gehen, machten wir uns auf den Weg. Warum auch immer, wir landeten bei der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen, wo ich noch nie war, obwohl so nah.

Das nächste Mal mit mehr Zeit und früher am Tag steht dann der Gedenkpfad an.

Drum herum die ganzen Felder, Weizen, Gerste und Raps.

Und gekrönt wurde der schöne Nachmittag mit einer Einkehr in den Grünen Baum, natürlich mit Mostbowle und leckerem Essen.

Seifenblasen

Schon eine Zeit habe ich eine Dose Pustefix daheim, um mal damit ein wenig herum zu experimentieren. Eigentlich schwebt mir damit ein bestimmtes Projekt vor, das ich aber bis auf einen Versuch vor Jahren nicht realisiert habe.Heute morgen kamen dann die Seifenblasen zum ersten Mal in einem Kurs zum Einsatz. Kein Foto-Kurs, kein Photoshop-Kurs, ein Computereinsteigerkurs. Es ging nur darum, gemeinsam raus zu gehen, sich gemeinsam Themen auszudenken und sich ein bißchen mit der Digitalkamera zu beschäftigen. Die Seifenblasen brachte ich dann am Schluß ins Spiel, um noch ein bißchen Gemeinsamkeit zu evozieren und sei’s nur, gemeinsam hinter den Seifenblasen her zu rennen. Die Rechnung ist aufgegangen, wir hatten Spaß und nebenbei sind zwei nette Bilder von der Arbeitsstätte entstanden.