tierisch

Da der Weihnachtsmarkt in Nürtingen, wohin wir gestern gefahren sind, wohl der kleinste der Welt ist, gab’s keine vorweihnachtlichen Stimmungsbilder…

Rübenzeit

Trotz Arbeit am Wochenende gab es Zeit, am Sonntag Nachmittag einen Spaziergang in Reusten zu machen. Ich bin dort sehr gerne, das Licht dort ist irgendwie immer ganz besonders, was auch an den Äckern liegen kann.

Viele Rübenmieten gab es zu sehen, und um zu testen, ob es tatsächlich auch Zückerrüben waren, gab es eine kleine Kostprobe: sehr süß!

  

Reusten ist nun wahrlich ein kleiner Ort, verfügt aber über einen relativ großen Spiel- und Sportplatz, an dem auch immer was los ist:

Und den diesigen Blick auf die Alb über die Wurmlinger Kapelle gab’s auch noch:

Und bevor es zum obligatorischen Kaffee in’s Bergcafe ging, saßen wir noch ein wenig unter den Linden mit Blick auf den Kochhartgraben.

 

gewandert…

…und zwar „Premium“: habe mit meinen schrecklich durchtrainierten Eltern den neuen „Premiumwanderweg“ Dreifürstensteig in Mössingen erwandert. Sagen wir mal so: die erste Hälfte ist aufgrund des Aufstiegs zum Dreifürstenstein nicht ohne, die zweite Hälfte ist leichtes Gehen. Schön wäre, wenn man an der Strecke entlang des Traufs wenigstens ein, zwei Stellen etwas ausgelichtet hätte, so daß man auch den Ausblick genießen kann. Vielleicht kommt das ja noch. Ansonsten: vorbei an herrlichen Silberdisteln, dem Bergrutsch und einer neu aufgestellten „Panoramaschaukel“, die mich sehr begeistert hat.

 

Beuren

Es gibt wenige Orte, wo ich immer wieder gerne bin, wo ich gerne wohnen würde. Ich oute mich: ich würde gerne im Museum wohnen, im Freilichtmuseum Beuren. Oft sind wir dort, jedes Jahr, seit dem ich den Liebsten an meiner Seite habe, fahren wir zum Oldtimertreffen hin, so auch heute. Der Liebste freut sich, weil es raucht, dampft, knattert, tuckert, faucht und fährt und ich erfreue mich an den Farben, den Menschen und ja, durchaus auch an dem einen oder anderen alten Stück.

Um manche Fahrzeuge scharen sich die Leute, andere warten noch auf den Auftritt:

 

Feuerwehrrot:

Pink:

Gelb:

Und hier die Frage: Farbe oder besser doch nicht?

 

Mein Lieblingshaus im „Dorf“:

 

Und mein alter Kumpel kam auch auf einen Schwatz herbei:

Sommer ist…

…wenn das Kornfeld knackt. Und auf der Alb heißt es offensichtlich auch: der Nachwuchs kommt später als bei uns. Am Wochenende an der Aach bei Zwiefalten entdeckt:

Schöne Wanderung an der Aach entlang, an der Wimsener Höhle vorbei, rauf auf den Berg nach Gauingen und wieder runter nach Zwiefalten.

Den Rückweg spontan anders gestaltet: durch das grandiose Lautertal (by the way: noch niemals vorher sind mir all die Ruinen dort aufgefallen – die nächste Tour geht dorthin!) nach Gomadingen und endlich mal die Gedenkstätte Grafeneck besucht.

Nachdem es heute morgen noch geregnet hat, wurde es im Laufe des Nachmittags so ein Tag wie ihn man selten hat: so klare Luft, so schöne Farben, Sonnenschein und kräftiger Wind – herrlich! Noch etwas unentschlossen wo, aber fest entschlossen ein paar Schritte zu gehen, machten wir uns auf den Weg. Warum auch immer, wir landeten bei der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen, wo ich noch nie war, obwohl so nah.

Das nächste Mal mit mehr Zeit und früher am Tag steht dann der Gedenkpfad an.

Drum herum die ganzen Felder, Weizen, Gerste und Raps.

Und gekrönt wurde der schöne Nachmittag mit einer Einkehr in den Grünen Baum, natürlich mit Mostbowle und leckerem Essen.

Heute Stuttgart

Unter anderem die Ausstellung der World Press Photos 2012 im Bahnhof angeschaut (wer schauen will sollte sich beeilen: in Stuttgart sind die Bilder nur noch bis zum 9.7. zu sehen) und einen phantastischen Dia-Projektor Marke Liesegang auf dem Flohmarkt erstanden. Kaffee in der Calwer Straße mitsamt Leuteschauen, leckeres Mittagessen, Überraschungstütchen im Spielzeugladen und der obligatorische Marsch durch das Grauen:

Eberhard, der mit dem Barte,
Württembergs geliebter Herr,
Sprach: „Mein Land hat kleine Städte,
Trägt nicht Berge silberschwer;

Doch ein Kleinod hält’s verborgen:
Daß in Wäldern, noch so groß,
Ich mein Haupt kann kühnlich legen
Jedem Untertan in Schoß.“

Und es rief der Herr von Sachsen,
Der von Bayern, der vom Rhein:
„Graf im Bart! Ihr seid der Reichste!
Euer Land trägt Edelstein!“

(Justinus Kerner: Preisend mit viel schönen Reden)

als sie durch Metzingen gegangen war…

An Pfingstsonntag hatte es uns nach Metzingen verschlagen. Aus irgend einem Grund war die Innenstadt nahezu gesperrt und so zeigte sich die Durchgangsstraße äußerst still:

Dich will ich loben, Häßliches,
Du hast so was verläßliches.

Immer muß ich an Robert Gernhardts Gedicht denken, wenn ich in Metzingen bin. Dieses „Outletcity„-Ding befremdet mich: das kann doch nicht das Herzstück einer Stadt sein.

Für mich immer nostalgischer Höhepunkt: die Enzian-Seifenfabrik: Es duftete sogar vor den Fabrikmauern nach „früher“. Meine ich nicht ironisch.

Nachdem er durch Metzingen gegangen war

Schramberg

Spontaner Entschluß heute morgen: wir fahren nach Schramberg zur Auto & Uhrenwelt. Guter Einfall, was für ein schöner Tag! Nach der Autosammlung Steim ging’s ins Dieselmuseum.

 

Von Hunger geplagt marschierten wir dann durch Schramberg. Hier hatte offensichtlich einer noch eine Rechnung mit der Verwandtschaft offen:

Zufällig entdeckten wir Hinweisschilder zur Villa Junghans und folgten diesen. Richtige Entscheidung: wunderschönes Haus, in der Sonne auf der Terrasse richtig gut gegessen.

Frisch gestärkt ging’s dann zurück zum Auto & Uhrenmuseum ErfinderZeiten. Toll gemacht, schöne Exponate.