Eisig

Ein Tag, wie ich ihn mag: Sonnenschein, Eiseskälte und Schnee. Und dazu noch die Möglichkeit, die Zeit frei einzuteilen. Also bin ich um die Mittagszeit rauf auf’s Schloss um ein paar Fotos zu machen.

  

  

  

Perspektivenwechsel

Auf Fotografr läuft zur Zeit ein Foto-Dreikampf, dritte Aufgabe ist „mein bester Foto-Tipp„. Nun halte ich mich nicht gerade befähigt, gute Tips zu geben, aber einen Location-Tip hätte ich: Das Tübinger Schloss. Und weil ich immer bemüht bin, nicht nur die Augen offen zu halten, sondern wenn nötig, dazu auch auf die Knie zu gehen, ist mein zweiter Ratschlag: Perspektivenwechsel! Also fangen wir an mit dem Rundgang: Das ist das Torportal.

Dann hätten wir hier das innere Portal und den Nordostturm, der seit Bohnenberger der kartographische Nullpunkt Württembergs war.

 

Hier sieht man die kleine Bohnenberger-Sternwarte von 1814, die leider in einem erbarmungswürdigen Zustand ist:

 

Zu guter Letzt noch ein Blick in den Innenhof und auf die Tübinger Stiftskirche (deren Turm man besteigen kann, der Blick von da oben ist fantastisch, aber das gibt mal einen eigenen Artikel).

Und weil ich oft da oben bin und oft gruselige Dinge von den Tagestouristen höre, hier noch ein paar Berichtigungen: Nein, das Schloss wurde nicht im 8. Jahrhundert erbaut. Nein, das ist nicht der Schwarzwald, den man von dort oben sieht. Nein, das ist kein Backhaus. Nein, das ist nicht die Trinkwasserversorgung für die Stadt. To be continued…

Zwischenhoch

 

Das Zwischenhoch nutzen und den inneren Schweinehund besiegen, sprich: raus! Heute mal eine neue Runde ausprobiert: über die Neckarinsel…

  

Bis zu Ottilie Wildermuths Gedenkstein (Warum steht das Denkmal eigentlich an dieser abgelegenen Ecke? Die Frau war mal vielgelesen, heutzutage lese vermutlich bloß noch ich ab und an eine Geschichte von ihr…)

Die Alleenbrücke überquert, an Schulen und Sportplätzen am Wasser entlang bis zur Bisinger Straße, vorbei an:

 

und dann über die Neckarhalde wieder hoch in die Stadt…

An meinem Lieblingsschild vorbei:

Und spontan entschlossen, den Kirchturm zu besteigen, was mir immer weniger Probleme bereitet. Die meisten Bilder vom Turm werden im Rahmen eines Projekts zu sehen sein, deshalb nur ein Ballkünstler, der sich ein paar Cent verdient hat:

Oktoberspaziergang

Raus wenn die Sonne scheint! Nach den paar trüben Tagen habe ich heute in einer Pause die Kamera geschnappt und bin ein bißchen spazieren gegangen auf der Neckarinsel. Gleich zu Beginn dieses Fundstück:

 

Erstaunlich, daß das Rad noch oben war und noch nicht von der offiziellen Stadtverschönerungskommission entfernt wurde.

Viel los auf dem Neckar, „aufgewühlte“ Wasseroberfläche…

  

Weiter zum Silcher-Denkmal, das mich immer an eine Szene aus einem Harry Potter Film erinnert.

 

Bodo mit dem Bagger

Nachdem nun die Fachleute die Arbeit aufgenommen haben, geht’s doch recht schnell mit dem Abriss an der Blauen Brücke. Damit ich noch was davon sehe, bin ich heute morgen los zum Fotografieren.

 

Noch vor der Vesperpause, die Sonne stand optimal um einen stetigen Regenbogen zu zaubern, der doch bei all dem Dreck und Zerstören einen hübschen Kontrapunkt setzte.

auf der Mauer

Eidechsen sind zwar scheu aber wahrlich nicht lichtscheu. Sprich: man muß nur wissen wo, warten bis die Wolken verzogen sind und sich einigermaßen ruhig verhalten, schon kommen sie wieder raus aus ihren Ritzen.  Diese hier war besonders geduldig mit mir.

 

men at work

 

Am späten Mittwochabend war es soweit: der Kran an der Mühlstraße sollte abgebaut werden. Da ich mit der Kamera seit April zwar viel ausprobiert habe, aber noch nie Nachtaufnahmen damit gemacht habe, wollte ich hin und ein bißchen rumprobieren. Einfach mal schauen was geht und was nicht geht. Die ISO nach oben schrauben und gucken, wie stark das Rauschen wird usw. Das Stativ habe ich extra daheim gelassen, erstens weil ich gerne die Position wechsle, viel in die Knie gehe beim Fotografieren und weil ich draußen nicht gerne mit dem Ding rumhantiere, wenn viele Leute rumlaufen. Das konnte natürlich der Typ nicht wissen, der irgendwann oben am Pfleghof aufschlug, mit Stativ, riesiger Tasche, Stabtaschenlampe, einer Canon und der damit wohl unvermeidlich einhergehenden Streulichtblende, für diesen Anlass die extra große! Soll er machen, soll er den Bauzaun verbiegen, damit dieses Teil durch passt, soll er schwer an seiner Ausrüstung tragen. Was er aber nicht soll: mich mit den Worten anquatschen: „das wird so eh nix, wollen Sie ein Stativ?“ – ??? Meine Antworten: „Doch“ und „Ich habe Stative“. Das unterband weitere Kommunikation.  Meine Herren, speziell die Canon-durch-die-Gegend-schlenkernde-Herren: das ist kein guter Einstieg in eine Unterhaltung! Sie wissen nicht, mit was ich fotografiere, warum ich fotografiere und was ich an diesem Tag erreichen will, da ist der Satz: „das wird so eh nix“ etwas anmaßend – meinen Sie nicht? Oder wollten Sie sich gar nicht unterhalten, sondern nur einmal mehr den Erklärbären geben? Sei’s drum, ich habe mich nur vier Minuten darüber aufgeregt, ich hoffe, daß ich das in Zukunft auf eine Minute reduzieren kann. Danach konnte ich mich wieder an den großen Maschinen erfreuen und das tun, wofür ich hergekommen bin: ausprobieren. Und das ist natürlich alles ausbaufähig, werde ich tun, wenn mich die Nachtfotografie mehr interessiert.

 

Witzig anzusehen war auch, daß mindestens zwei Busse beinahe in die abgesperrte Straße gefahren wären und auf kleinstem Raum wenden mußten:

 

Farben des Sommers

Wenn die Mauern leuchten -Summer in the City.

 

Und heute im Botanischen Garten nicht nur Farbenpracht, sondern auch mehrere Ringelnattern im Froschteich.

 

Die eine Natter versuchte zwar, sich von hinten an den Frosch „anzuschleichen“, aber wenigstens in meiner Anwesenheit kam es zu keinen Übergriffen.

Ansonsten Farbenpracht bei strahlend blauem Himmel:

Betreuter Abriss

Ich habe es mir gegeben und habe den „Baggerbiss“ der Bauruine beobachtet. Befremdet hat mich der Applaus als der Baggerführer ankam – sind wir denn in einem Mallorca-Jet? Nach ausführlichem Polit-PR-Geplänkel ging das Ganze endlich los: ein Fachmann hätte es natürlich schneller gemacht. Aber irgendwann doch:

Und dann war’s auch schon vorbei: kleines Loch gerissen, große Presse gehabt – na also!

Und alles durch seine Hände!